Das Jugendzentrum "Pillefit"

Im Juni 1993 wurde das Jugend- und Kulturzentrum „Pillefit“ an der Buerschen Str. 12 in Melle eröffnet. Niemanden war wohl wirklich klar, welche Bedeutung diese Einrichtung für Jugendliche und junge Erwachsene haben würde.

Die Räumlichkeiten, welche für die Arbeit angemietet wurden, entsprachen keinesfalls den Anforderungen an eine moderne Jugendeinrichtung. Mit viel Engagement und Idealismus begann jedoch eine Erfolgsgeschichte, welche bis heute ungebrochen ist.

In den Anfangsphase waren es die jungen Menschen selber, welche entscheidend am Aufbau der Einrichtung gestaltend mitwirkten. Nur mit einer Personalstelle ausgestattet, wurden die Jugendlichen selbst zu Mitarbeitern. Die Gründung eines „Hausvorstandes“, welcher sich um die Belange und Ausgestaltung des Zentrums kümmerte, wurde zu einem wichtigen Instrumentarium, um eine gelingende Form offener Jugendarbeit unter Berücksichtigung demokratischer Grundwerte zu entwickeln und allen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen, welche nicht in verbandlichen Strukturen eingebunden waren oder zusätzlich an Angeboten außerhalb organisierter Jugendarbeit teilhaben wollten.

Die „Gründergeneration“ jugendlicher Besucher und Besucherinnen verließ nach und nach die Einrichtung wieder. Zeitgleich wurden neue Zielgruppen erschlossen. Mit ihnen mussten auch neue pädagogische Konzeptionen entwickelt werden. Personell wurde das Jugendzentrum mit einer ABM-Maßnahme aufgestockt, welche kurz darauf in eine Planstelle umgewandelt wurde.

Die nächste Generation Jugendlicher nutzte das Jugendzentrum nicht mehr nur zur Verbringung der Freizeit außerhalb von Schule und Arbeit, sondern suchte verlässliche Ansprechpartner, um Orientierungen zur Gestaltung von Lebensübergängen, wie der Übergang Schule/Beruf, Familienplanung u.ä. zu erhalten.

Auch kamen viele der jungen Menschen aus anderen Kulturen und brauchten Hilfestellungen in den verschiedenen Lebensbereichen. Unterstützung in den Bereichen Schule, Ausbildungsplatzsuche und zur Überwindung von Konflikten in der Familie, Schule und Betrieb wurden wichtige Eckpfeiler des Handlungskonzeptes des Jugendhauses.

Die personellen Ressourcen reichten nun nicht mehr aus, um verantwortet pädagogisch zu handeln. Durch den Einsatz von Eigenmitteln wurde eine zusätzliche pädagogische Hilfskraft eingestellt, welche das Team vervollständigte. Die Besucherzahl wuchs nun auf ca. 100 Personen im Tagesbetrieb an, wobei es vornehmlich männliche Besucher waren, welche das „Pillefit“ nutzten. Dieses Phänomen war und ist nicht untypisch für Einrichtungen der offenen Jugendarbeit, eignen sich männliche Jugendliche soziale Räume doch massiver an als weibliche Jugendliche. Aus diesem Tatsache heraus, wurden spezielle Angebote für Mädchen und junge Frauen entwickelt, welche exklusiven Charakter hatten, d. h. junge Männer konnten an diesen Angeboten nicht teilhaben.

Am 01.08.2002 wurde durch das Ausscheiden des männlichen Erziehers die Stelle mit einem Sozialpädagogen besetzt, der auch mit der Leitung und Weiterentwicklung der Einrichtung beauftragt wurde.

Nach kurzer Einarbeitungsphase stellten sich tiefgreifende Veränderungen ein, welche maßgebliche Konsequenzen auf die Möglichkeiten und Zielrichtungen der Einrichtung haben sollte.

dritter Teil

zurück

Monatsprogramm